e-card & Krankenversicherung in Österreich
Aktualisiert: · 2 Min. Lesezeit
Die e-card ist deine Karte für Arztbesuche in Österreich. Sie ist aber nur der Nachweis – entscheidend ist, dass du krankenversichert bist. Für Vertriebene aus der Ukraine gibt es seit Juni 2025 keine automatische Versicherung mehr.
Kurz gesagt: Erst versichert sein (Job, AMS, Grundversorgung, Mitversicherung oder Selbstversicherung) – dann kommt die e-card automatisch per Post, sobald ein Foto vorliegt.
Wie wirst du krankenversichert?
| Weg | So funktioniert es |
|---|---|
| Vollversicherte Arbeit | Dein:e Arbeitgeber:in meldet dich an – du bist ab dem ersten Arbeitstag versichert |
| Geldleistung vom AMS | z. B. Arbeitslosengeld: damit bist du pflichtversichert |
| Grundversorgung | Wenn du hilfsbedürftig bist, ist die Krankenversicherung Teil der Grundversorgung |
| Mitversicherung | Kinder und unter bestimmten Bedingungen Ehe- bzw. eingetragene Partner:innen sind bei einer versicherten Person meist kostenlos mitversichert – Antrag nötig |
| Selbstversicherung | Freiwillig bei der ÖGK, mit monatlichem Beitrag |
Achtung: Ein geringfügiger Job allein macht dich nicht krankenversichert, nur unfallversichert.
Selbstversicherung: das Wichtigste
- Antrag schriftlich bei der ÖGK in deinem Bundesland.
- Stellst du ihn innerhalb von 6 Wochen nach Ende einer anderen Krankenversicherung, beginnt die Selbstversicherung direkt danach – ohne Lücke.
- Warst du davor nicht versichert (mindestens 6 Wochen durchgehend direkt davor oder 26 Wochen in den letzten 12 Monaten), gilt eine Wartezeit von 6 Monaten – die Beiträge zahlst du trotzdem.
- Krankengeld und Wochengeld sind nicht enthalten.
So bekommst du die e-card
- Versichert werden (siehe oben) – du bekommst eine Sozialversicherungsnummer.
- Foto prüfen: Eine neue e-card wird nur mit Foto ausgestellt. Das Foto wird automatisch aus Dokumenten übernommen, bei Nicht-Österreicher:innen aus dem Fremdenregister (z. B. Aufenthaltstitel). Mit dem Foto-Sofort-Check auf chipkarte.at/foto siehst du, ob schon eines vorliegt.
- Kein Foto da? Geh persönlich zu einer Registrierungsstelle (Liste auf chipkarte.at/foto) – mit einem Foto nach Passbildkriterien, deinem Reisepass im Original und deiner Sozialversicherungsnummer.
- Warten: Die e-card kommt automatisch per Post an deine Adresse.
Noch keine e-card?
- Du kannst trotzdem zum Arzt – mit Sozialversicherungsnummer und Lichtbildausweis.
- Bei der ÖGK kannst du einen befristeten e-card-Ersatzbeleg bekommen.
- Karte verloren? Melde es der ÖGK oder der e-card Serviceline: 050 124 33 11.
Kassenarzt oder Wahlarzt?
- Kassenarzt (Vertragsärztin bzw. Vertragsarzt der ÖGK): Du zeigst die e-card, die Kasse rechnet direkt ab.
- Wahlarzt: Du zahlst selbst und reichst die Rechnung bei der ÖGK ein. Erstattet werden höchstens 80 % dessen, was die ÖGK einem Kassenarzt zahlen würde – meist deutlich weniger als die Rechnung.
Typische Fehler
- Glauben, der Ausweis für Vertriebene allein reicht noch als Versicherung.
- Geringfügig arbeiten und denken, man sei krankenversichert.
- Die 6-Wochen-Frist für die Selbstversicherung verpassen.
- Zum Wahlarzt gehen, ohne zu wissen, dass nur ein Teil erstattet wird.
Häufige Fragen
Bin ich mit dem Ausweis für Vertriebene automatisch versichert?
Nein. Die automatische Pflichtversicherung für Vertriebene aus der Ukraine ist mit 31. Mai 2025 ausgelaufen. Du brauchst einen anderen Weg: Arbeit, AMS-Geldleistung, Grundversorgung, Mitversicherung oder Selbstversicherung.
Was kostet die Selbstversicherung bei der ÖGK?
Laut ÖGK 565,25 € im Monat (Stand 2026). Je nach Einkommen kannst du eine Herabsetzung beantragen – am besten gleich zusammen mit dem Antrag.
Brauchen Kinder ein Foto für die e-card?
Nein. Kinder unter 14 Jahren bekommen die e-card immer ohne Foto.
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Aufenthalts-CheckQuellen
Dableib ist keine Behörde und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte geben die zuständigen Behörden (in Wien: MA 35).
